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Korsika

L’Île-Rousse und Calvi

Zurzeit stehe ich am Campingplatz Bodri, wunderschön zwischen L’Île-Rousse und dem Meer gelegen. Eigentlich wollte ich von hier über den Küstenwanderweg nach L’Île-Rousse spazieren. Der Weg sah zunächst auch sehr verlockend aus – Meerblick inklusive. Allerdings wurde er für mich mit meiner Höhenangst dann doch etwas zu anspruchsvoll. Also habe ich kurzerhand umdisponiert und bin mit dem Zug gefahren.

Das ist hier ohnehin eine richtig nette Möglichkeit, die Orte entlang der Küste zu erkunden. Die Fahrt vom Campingplatz nach L’Île-Rousse kostet 2 € pro Strecke, nach Calvi 6 € pro Strecke. Auch der Hund darf mit. Eigentlich besteht Maulkorbpflicht, bei uns war das allerdings ganz unkompliziert und Aimy  durfte auch ohne Maulkorb mitfahren.

L’Île-Rousse ist ein kleiner, gemütlicher Küstenort, dessen Name von den rötlichen Felsen vor der Küste stammt. Besonders schön fand ich den Spaziergang hinaus zur Île de la Pietra und weiter hinauf zum Leuchtturm. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über L’Île-Rousse, das Meer und die Küste. Unterhalb liegt außerdem eine traumhaft schöne kleine Bucht mit glasklarem Wasser – wieder einmal Korsika wie aus dem Bilderbuch.

Heute Früh war ich noch einmal kurz schnorcheln. Leider muss ich das wegen meiner hartnäckigen Dermatitis jetzt erst einmal pausieren. Stattdessen stand heute ein etwas weniger touristischer Programmpunkt auf dem Plan: Ich musste mir in Calvi Cortison organisieren. Aber wenn man schon einmal dort ist, kann man das Angenehme ja mit dem Notwendigen verbinden. 😉

Also ging es anschließend durch die wunderschöne Altstadt von Calvi. Kleine Gassen, nette Geschäfte, Cafés und natürlich ein Eis – das musste sein. 🍦 Calvi wirkt lebendig, ohne dabei seinen mediterranen Charme zu verlieren, und der Hafen mit den vielen Booten bildet eine wunderschöne Kulisse.

Danach ging es hinauf zur Zitadelle von Calvi, die mächtig auf ihrem Felsen über der Stadt thront. Hinter den alten Mauern findet man schmale, verwinkelte Gassen, historische Häuser und immer wieder kleine Durchgänge und Plätze. Das Schönste ist für mich aber die Aussicht: Von oben blickt man weit über den Hafen, die große Bucht von Calvi und den langen Sandstrand. Dahinter steigen die korsischen Berge auf – eine wirklich beeindruckende Kombination aus Meer und Gebirge.

So wurden aus meinen ursprünglich geplanten Wander- und Schnorcheltagen schließlich zwei ganz andere, aber trotzdem wunderschöne Ausflüge. Und der kleine Zug entlang der Küste hat sich dabei als ausgesprochen praktische Alternative erwiesen – besonders, wenn das Wohnmobil einfach einmal am Campingplatz stehen bleiben soll.

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