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Italien Korsika

Anreise nach Korsika mit Hindernissen und unfreiwilligem Stop in MONFALCONE

Am Samstag bin ich nach Korsika aufgebrochen. Insgesamt kann man sagen, weiß es nicht mein Tag war. Eine Katastrophe reihte  sich an die nächste.  Relativ unkompliziert ging es über den Tauernpass bis nach Kärnten. Am Karawankentunnel hatte ich meine erste Problematik. Mit Wohnmobil konnte man nur beim Self Service durch. Plötzlich ging der Schranken auf und ich war mir unsicher, ob ich weiterfahren konnte da ich ja nicht bezahlt habe. Ich habe zwar das Free Flo, aber mir wurde damals gesagt, dass dies am Karawankentunnel nicht funktioniert. Müde wie ich war und gestresst hab ich doch zu rasch nach rechts gelenkt und mir am Wohnmobil einen ordentlichen Scherer an der Leitschiene und einige kaputte Leuchten zugezogen. Als ich das mit der zuständigen Servicekraft geklärt hatte und weiterfahren konnte, leuchtete plötzlich meine Öllampe auf. Ich hatte kurz davor einen Ölwechsel und scheinbar wurde da zuviel Öl für meinen Motor eingefüllt. Eigenartig war jedoch, dass ich unterwegs zweimal nachgesehen habe und der Ölstand immer unter der Mittellinie war. Auf einmal habe ich zu viel Öl im System.  ??? Ab zur Raststation und telefonieren. Mit ÖAMTCtechniker mit meinem Mechaniker. Keine konkreten Aussagen, alles sehr vage. Erschwerend kommt dazu, dass ich keinen Ölstab habe, sondern mich ausschließlich auf die Elektronik verlassen muss, was ziemlich nervig ist. Auskunft 1/2 bis 1 Liter Öl Zuviel würde noch gehen. Also doch weitergefahren. 

Mein Plan war bis  Gorica zu kommen. Dort sollte einen wunderschönen neuen Stellplatz geben, wo ich ein bisschen zur Ruhe kommen und alles klären wollte. Aber auch das war eine Katastrophe, denn der Stellplatz war gesperrt aufgrund einer Veranstaltung und in der Stadt war ein Megastau und dann fiel noch mein Internet inklusive Navigation aus. Analog versuchte ich noch drei Parkplätze zu erreichen, irgendwann landete ich direkt  im Zentrum und erst nach 1 Stunde habe ich irgendwann die Ausfahrt gefunden. Mittlerweile saß ich schon circa 8 Stunden hinterm Lenkrad und war dementsprechend erschöpft und müde. 

Als ich wieder Internet hatte, konnte ich einen Stellplatz ausfindig machen in Gradisca d’Isonzo. Und nun hatte ich Glück ein Platz war noch frei. Dann kam der Telefon Marathon mit dem ÖAMTC. Eigentlich wollten sie mich abschleppen aber das konnte ich verhindern. Dann hab ich eine Adresse einer Werkstatt in Monfalcone bekommen, wo ich morgen mein Auto hinstellen sollte und es wurde mir erklärt, dass es erst am Montag ein Mechaniker vor Ort sein sollte. Ich wollte trotzdem versuchen am Sonntag Hilfe zu bekommen, da ich ja Montag früh an der Fähre sein sollte. Als alles soweit geklärt war und ich mein Süppchen gegessen hatte, bin ich mit Amy noch eine Runde in die Stadt. Ich habe sogar einen hervorragenden Eissalon entdeckt. Den restlichen Abend habe ich mit recherchieren und organisieren verbracht da ich klären musste, wie man möglicherweise die Fähre stornieren kann. Auch das hat extrem viel Probleme aufgeworfen. Gegen Mitternacht hatte ich soweit ein Programm für den nächsten Tag und eine Perspektive wie das mit der Fähre klappen könnte. Die Nacht war entspannt und ruhig. 

Um 9:00 Uhr war ich dann beim Mechaniker. Alessandro hat mich schon erwartet und wir haben das Problem besprochen. Er war sehr bemüht hat mir aber erklärt, dass er wirklich erst am Montag eine Mechaniker bekommt. Aber ich könnte direkt vor der Werkstatt übernachten. Ich habe es dann doch vorgezogen zum Hafen zu fahren und habe dort  dann doch (mit  einmal um parken ) einen wunderschönen Platz direkt am Meer entdeckt. 

Am Vormittag wollte ich online meine Fähre umbuchen das ging natürlich nicht mehr, weil schon 24 Stunden bis zum einchecken vorbei waren. Wieder einige Recherchen, bis es mir ähnlich gelang mit einem Auftrag Preis von 35 € die Fähre auf Dienstag umzubuchen. 

Mein unfreiwilliger Aufenthalt in Monfalcone wurde dann doch sehr schön. 

Am Hafen habe ich mit direktem Blick aufs Meer 🌊 einen offiziellen kostenlosen Stellplatz gefunden. 

Nachdem ich das etwas komplizierte umbuchen mit der Fähre erledigt hatte, habe ich das Rad ausgepackt. Am Meer entlang ging es zum Besucherzentrum. Visitor Center of the „Mouth of the Isonzo“ Regional Nature Reserve Centro turistico della Riserva Naturale „Foce dell’Isonzo“an der Isonzo Mündung. Dort konnte man dann circa 45 Minuten durch den Nationalpark wandern und Vögeln und Wildpferde beobachten. 

Camargue-Pferde an der Isonzo-Mündung

Auf der Isola della Cona an der Isonzo-Mündung leben Camargue-Pferde, die hier seit den 1990er-Jahren zur natürlichen Landschaftspflege eingesetzt werden. Durch ihr Grasen halten sie die Feuchtwiesen offen und schaffen damit wertvolle Lebensräume für zahlreiche Vogelarten.

Besonders schön ist das Zusammenspiel mit den Kuhreihern: Sie folgen den Pferden auf Schritt und Tritt und fangen Insekten, die beim Grasen und Laufen aufgescheucht werden. Manche Reiher setzen sich sogar direkt auf den Rücken der Pferde. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie verschiedene Tierarten voneinander profitieren.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stop am Strand. Besonders toll fand ich dass alle Strandabschnitte immer geteilt waren in einen Teil mit Hunde 🐕 und einen Teil ohne Hunde. Das habe ich zum ersten Mal erlebt. Er war gerade Ebbe aber zur Abkühlung hat’s gereicht. 

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Wohnmobil und zum Essen und entspannen radelte ich dann noch auf ein Eis 🍦 in die City. Das Eis war gut die Stadt na ja. 

Die Nacht war ruhig und morgens wurde ich mit einem herrlichen Sonnenaufgang geweckt. Ein kurzes Bad im Meer, ein schnelles Frühstück und dann ging es schon Richtung Werkstatt. 

Um 8:30 war ich wie vereinbart dort aber es war seh wuselig. Obwohl mir zugesichert wurde dass ich bis 9:30 fertig war dauerte es dann doch bis 11:00.  Alle waren sehr nett und Aimy hat so ziemlich alle Mechaniker um ihren Finger gewickelt. 89 € hab ich bezahlt und dann ging es endlich über die  Autobahn Richtung Livorno. Es war etwas anstrengend zu fahren, da sehr viele LKWs unterwegs waren. Aber im Großen und Ganzen kam ich ohne Stau gut voran. Um kurz nach 16:00 Uhr bin ich dann auf dem Stellplatz in Livorno eingetroffen und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht, denn er ist perfekt für eine Übernachtung vor der Fähre. Schattig ruhig Strom und Wasser am Platz Entsorgung möglich. Und das alles für 20 €. Zu Fuß bin ich dann zuerst den halben Kilometer in das kleine Dorf. Dort konnte ich Wein und Aperol kaufen und ein hervorragendes Eis essen. Es war das günstigste Eis des ganzen Sommers. Für drei Kugeln 3,60 €. In Kroatien habe ich für eine Kugel drei Euro bezahlt. Danach sind noch in einem breiten Flussbett, wo Amy frei laufen konnte, bei Sonnenuntergang Richtung Meer spaziert. 

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