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Rumänien

Großau / Cristian – das Dorf der Störche

Ich habe wegen dem miserablem Wetter Zuflucht in den Mauern der Kirchenburg gefunden. Hier werde ich einige Tage bleiben und hoffen, dass das Wetter besser wird. Lesen, etwas arbeiten und im Reiseführer schmökern, Route planen. Und natürlich für den Reiseblog recherchieren. ich habe den Schlüssel zum Pfaarhof bekommen und kann sogar warm duschen.


Großau entstand in der Mitte des 12. Jh. und ist damit nicht nur eine der ersten sächsischen Ortschaften Siebenbürgens, sondern auch rund 100 Jahre älter als Berlin oder München. Die Siedlung entwickelte sich vor den Toren Hermannstadts schnell zu einer der größten Gemeinden der Region. 

Inschrift auf einem Haus im Dorf

Als Kirchenburg bezeichnet man die Befestigungen um einen Kirchhof, die in Mittelalter und Früher Neuzeit von der Bevölkerung als Rückzugsort bei kriegerischen Auseinandersetzungen (Funktion der Fliehburg) und als Lagerort für Vorräte genutzt wurden. Die Kirchenburg kann aus Mauern, Gräben und Türmen bestehen. Weist die Kirche selbst solche Verteidigungsfunktionen auf, spricht man von einer Wehrkirche.

Die Kirchenburg wurde im Jahr 1498 durch den Baumeister Meister Andreas Lapicida – einen Steinmetz aus Hermannstadt – am Fluss Zibin errichtet. Im 16. Jahrhundert kam eine Ringmauer dazu, da die Türken das Land wiederholt verwüsteten.

In Siebenbürgen sind noch 165 Kirchenburgen erhaltenen. Sieben Kirchenburgen in Rumänien wurden zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Das Dorf der Störche 

In der heutigen Zeit werden die Kirchenburg und das umgebende Dorf alljährlich aus der Luft eingenommen: Etliche Storchenpaare bauen hier ihre Nester und ziehen jedes Jahr rund 80 Jungstörche auf. Auf jedem Strommasten ist ein Storchennest zu finden. 
Leider ist es zu kalt. Bis jetzt ist noch keiner zu sehen.

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