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Auf den Spuren vom Bildhauer Peter Lenk (Bodman + Radolfzell)

Heute sind wir auf den Spuren von Peter Lenk unterwegs. Zuerst in Konstanz der Triumphbogen (Siehe Konstanz), dann etwas außerhalb die “Karriereleiter”. Man beachte die Details.
Eine 14 Meter hohe Betonplastik mit dem Titel „Karriereleiter“ vor dem Bürogebäude Max-Stromeyer-Straße 116 im Businesspark Konstanz.


Dann ging es weiter in den Skulpturen Garten nach Bodman. Hier wohnt und arbeitet der Künstler.

In Bodman am Hang der Kaiserpfalzstraße Richtung Ludwigshafen sind einige seiner Entwürfe und Werke in einer Art Freilichtausstellung zu sehen.Anhand der Objekte lassen sich gewissermaßen die Entwicklungsphasen seiner Kunst begreifen.

Peter Lenk (* 6. Juni 1947 in Nürnberg) ist ein deutscher Bildhauer aus Bodman-Ludwigshafen am Bodensee. Er stellt auf satirische Art von ihm empfundene gesellschaftliche Missstände dar.

Lenk studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Zunächst war er Kunstlehrer und Töpfer. Seine Bekanntheit erreichte er durch die Konzeption und Ausführung von Plastiken aus Gussbeton.

In den 1980er Jahren machte Lenk vor allem durch ungenehmigte Aktionen auf sich aufmerksam. Dazu gehörten:

  • die 12 Tonnen schwere Skulptur „Schwäbische Floßfahrer“ unter dem Motto „Wir wollen in Frieden weiterfressen“ auf dem Berliner Kurfürstendamm.[3]
  • anlässlich des 25. Jahrestages (1986) des Berliner Mauerbaus die „Mauerkieker“ gegenüber dem Checkpoint Charlie. Im polizeilichen Protokoll erklärt Lenk: „Wenn die Vopos lachen, dann schießen sie nicht“.

Seine Werke stoßen immer wieder auf heftige Kritik, da er bewusst Tabus verletzt, zum Beispiel durch die Darstellung nackter Prominenter.[ Peter Lenk über seine Werke in einem Interview: „Der Boden, um meine Werke in meiner Denkweise zu schaffen, ist nur in Deutschland vorhanden. Die Deutschen sind noch am ehesten zur Selbstironie fähig und auch tolerant genug, meine Provokationen zu ertragen und zu verstehen. Doch auch hier stoße ich oft auf starken Widerstand“

Einen Eklat provozierte Lenk in Überlingen, wo er nahe der Schiffsanlegestelle den ortsansässigen „Dichterfürsten“ Martin Walser als Figur auf dem Bodenseereiter-Brunnen verewigte, wie er unvorteilhaft als Reiter über den Bodensee auf einem alten Gaul sitzt, mit Schlittschuhen statt Sporen an den Füßen auf dem „dünnen Eis der deutschen Geschichte“ (Lenk), umgeben von eher älteren nackten Wasserjungfrauen.

in Bodman am Hafen ist das Relief “Das Narrenschiff” zu sehen.

Dann gehts weiter nach Radolfzell. Hier ist wieder ein Relief zu sehen.

Im Juli 2013 folgte in Radolfzell die 13 Meter hohe Skulptur „Kampf um Europa“, die die deutsche Europapolitik thematisiert. Hier sind u. a. Angela MerkelPeer Steinbrück und Andreas Voßkuhle dargestellt.[20] Die Figur der Europa aus der griechischen Mythologie wird von Lobbyisten, Finanzjongleuren und Politikern bedrängt und an ihrem Kopfende vom Bundesfinanzminister beschützt.

https://www.sueddeutsche.de/leben/portraet-der-schlingel-vom-bodensee-1.4447434

Zur Belohnung nach so viel Kunst gab es bei Liesels herrliche Kässpatzen zu essen.

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