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Châteauneuf-du-Pape und Saint-Paul-Trois-Châteaux

Heute geht es von Spanien nach Frankreich. Nachdem es voraussichtlich der letzte schöne sonnige Tag sein wird möchte ich die Fahrt noch für eine Besichtigung nutzen. Dazu frage ich in der Südfrankreich Facebook Gruppe nach persönlichen Empfehlungen. Und ich habe wirklich ganz tolle Empfehlungen bekommen. Für dieses Mal habe ich zwei Plätze ausgesucht.

Nachdem ich Avignon liebe 🫶 muss ich natürlich meinen ersten Stop nach 4 Stunden Autobahn in Châteauneuf-du-Pape einlegen. Nach einigen Diskussionen mit meinem Navi, dass mich schon wieder durch die engsten und steilsten Gässchen schickt erreiche ich dann doch den Parkplatz oben am Castle of Châteauneuf-du-Pape. Die Aussucht ist toll und nach einem kurzen Imbiss machen wir uns auf den Weg hinunter ins Dorf. Es ist geprägt durch die vielen Vinotheken. Ein netter junger Mann möchte mich zu einer Verkostung bewegen. Aber alleine ist es nicht so spannend und ich möchte ja auch noch weiter Auto fahren. Obwohl man sicher am Parkplatz mit dem womo gut übernachten könnte.


Zwei Kilometer von der Rhone entfernt, liegt Châteauneuf-du-Pape in 120 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Das Wahrzeichen ist die Ruine des Schlosses der Päpste von Avignon. 

Einen großen Aufschwung erfuhr Châteauneuf durch die Päpste von AvignonJohannes XXII., zuvor Bischof von Avignon, begann spätestens 1318 mit den Bauarbeiten an seiner Sommerresidenz in Châteauneuf, die erst 1333 abgeschlossen wurden. Das päpstliche Schloss wurde in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts zerstört. Die Erzbischöfe von Avignon ließen ihre Residenz wiederholt restaurieren, verloren aber im 18. Jahrhundert das Interesse an ihr und verpachteten ihren Besitz an den irischen Baron Jean de Power. Der Ort Châteauneuf kam erst 1791 zu Frankreich, bis dahin gehörte er zum unabhängigen Territorium der Bischöfe bzw. Erzbischöfe von Avignon.

Seit September 1995 besteht eine Partnerschaft mit der heutigen päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.

Châteauneuf-du-Pape ist auch ein benanntes Weinbaugebiet des südlichen Rhônetals.Vor allem der Rotwein ist bekannt, es wird aber auch Weißer Wein angebaut. 

Die traditionelle Châteauneuf-du-Pape-Flasche hat eine dreifacher Papstkrone und den Reichsapfel, darunter die Schlüssel Petri

Es werden dreizehn verschiedene Rebsorten verwendet, die getrennt geerntet  werden und schließlich zu einer Cuvée zusammengefügt werden.

Die Weine werden aufgrund ihres eher geringen Tanningehaltes  oft bereits jung getrunken, können aber trotzdem relativ lange lagerfähig sein. 

Das Anbaugebiet besteht aus Kiesterrassen, deren Ursprung in der Eiszeit liegt. Typisch sind die mit rotem, sandigem Lehm vermischten großen Kieselsteine, die die tagsüber gespeicherte Wärme nachts an die Reben abgeben.

Das Klima ist heiß und trocken. Im Jahresdurchschnitt gibt es 2800 Sonnenscheinstunden, und im Mittel fällt 620 mm Niederschlag. An 130 Tagen im Jahr weht der Mistral, der die Trauben auch nach heftigen Regenschauern schnell wieder trocknet.

Der Weinbau im südlichen Rhonetal geht vermutlich auf die Griechen zurück, die im 6. Jahrhundert v. Chr. das heutige Marseille, gründeten. Papst Johannes XXII. ließ einen eigenen Weinberg anlegen, so dass die besten Lagen um 1350 bestockt waren. 

Ein Zeichen des damaligen Wohlstandes sind die großen Schlösser wie La Nerthe, die im 18. Jahrhundert erbaut wurden.

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Saint-Paul-Trois-Châteaux


Dann geht es in der herrlichen Abendsonne auf Landstraßen, durch Weinberge, durch Orange, und durch kleine Dörfer nach Saint-Paul-Trois-Châteaux. Ein wunderschönes kleines Städtchen in der Drome. Der offizielle Wohnmobil-Stellplatz liegt direkt am Eingang zur Altstadt. Und er ist kostenlos. Ich finde Platz unter zahlreichen Franzosen.

Wir machen uns noch zu einer Abendrunde auf. Die Preise der Gastronomie sind im Vergleich zu Spanien schon extrem hoch. Hauptgericht zw. 20 – 30 Euro. Aber ich koche ja meist eh selber. Dafür erstehe ich in einer Bäckerei 🧁 ein Eclair und einige echte französische Macrons. Und in einem kleinem Geschäft eine Flasche Wein aus der Rhone. Zum Abendessen gibt es Raclette. Weiß gar nicht ob das französisch ist? Ich habe beim Lidl in Spanien einen Mini Raclette Ofen gekauft. Und heute konnte ich es das erste Mal ausprobieren.


2 Antworten auf „Châteauneuf-du-Pape und Saint-Paul-Trois-Châteaux“

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