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Frankreich

Straßburg Strasbourg

Das Wetter ist frühlingshaft warm für die nächsten Tage abgesagt. Perfekt für einen Stop in Straßburg. Die Stadt liegt schon lange auf meinem Radar. Ich wähle einen gemütlichen Stadt Campingplatz. Er liegt 2,5 km vom Stadtzentrum entfernt. Rundherum kann man aber perfekt mit den Hunden spazieren gehen. Am Sonntag bei der Ankunft schaffe ich gar nichts mehr. Ich habe Kopfschmerzen, das Wetter ist auch trüb, deshalb mache ich es mir einfach im womo gemütlich.

Rund um den Camping de Strasbourg


Am Montag scheint in der Früh schon die Sonne und ich bin auch wieder halbwegs fit.
Nach einer Gassirunde mit den Hunden schwinge ich mich dann alleine aufs Rad um die Stadt zu erkunden. Straßburg ist atemberaubend schön. Ein wenig zur Geschichte und ihren Highlights.

Straßburg liegt in der französischen Region Elsass und ist für den altertümlichen Charme ihrer mittelalterlichen Altstadt bekannt. Gleichzeitig ist sie aber auch Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen und somit ein politisches Schwergewicht. 

Straßburg ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, unter anderem EuroparatEuropaparlamentEuropäischer Gerichtshof für MenschenrechteEuropäischer Bürgerbeauftragter und Eurokorps. Aufgrund dessen versteht sich die Stadt als Hauptstadt Europas.

Aufgrund ihrer Lage an der Grenze zu Deutschland und ihrer bewegten Geschichte vermischen sich in der Architektur, Kultur und Gastronomie der Stadt französische und deutsche Einflüsse. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Architektur der Neustadt mit den deutschen Besatzern in Verbindung gebracht und dementsprechend unbeliebt. 1957 gab es sogar Pläne, den ehemaligen Kaiserpalast, in den Kriegsjahren Sitz der deutschen Kommandantur, abzureißen, was jedoch verhindert werden konnte.

1988 wurde der doppelgesichtige Janus-Brunnen von Tomi Ungerereingeweiht, dessen eines Gesicht der Altstadt, das andere der Neustadt zugewandt ist.

La Petite France

Die von den zwei Flussarmen der Ill umgebene Grande Île gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Das Viertel La Petite France wurde im Mittelalter von Gerbern, Fischern und Müllern bewohnt. Die mittelalterliche Architektur mit vielen Fachwerkhäusern, engen Kopfsteingassen und überdachten Brücken ist bis heute gut erhalten. In dem Viertel lag auch ein Militärkrankenhaus, in dem Soldaten von Syphillis – damals als Franzosenkrankheit bezeichnet – geheilt wurden. Daher rührt auch der Name Petite France.

Straßburger Münster

Der Nordturm des  Ende des 11 Jahrhunderts errichteten Liebfrauenmünsters zu Straßburg zählt mit seinen 142 Metern zu den höchsten Kirchtürmen der Welt. Im Verlauf der Geschichte wurde die ursprünglich im romanischen Stil errichtete Kathedrale durch gotische Bauelemente und Ergänzungen fast vollständig umgestaltet und beeindruckt heute sowohl durch ihre Architektur als auch durch ihre Schönheit. 

Barrage Vauban 

Die Schleusenbrücke Barrage Vauban wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet, um Straßburg von Angreifern zu schützen, dazu bietet sie die Möglichkeit, das südliche Vorland zu fluten. Von der Panoramaterrasse auf der Schleusenbrücke aus hat man einen unvergleichlichen Blick über die Ill und auf La Petite France. 

Neustadt 

Der Stadtteil ist durch stilistisch vielfältige Gründerzeitarchitektur aus der Epoche des Wilhelminismus geprägt, er wird auch als „deutsches Viertel“ bezeichnet. Die Bebauung des Stadtteils erfolgte durch die deutschenBehörden, als Straßburg von 1871 bis 1918 Hauptstadt des Reichslandes Elsaß-Lothringen war. 

Haus Kammerzell 

Das Haus Kammerzell gilt als eines der schönsten Fachwerkhäuser der deutschen Spätgotik. Die Fassade zeigt sowohl profane als auch sakrale Elemente und spiegelt biblische Ansätze sowie Einflüsse der griechisch-römischen Antike und des Mittelalters wider.


Am nächsten Tag habe ich eine Radtour quer durch Straßburg in den Parc und zum Europäischen Parlament geplant. Wunderschön zu fahren, am Fluss entlang, ich entdecke am Weg eine Moschee, eine russische Kirche, eine protestantischen Kirche, das ARTE TV- Center, das ägyptische Haus und das Kunstmuseum.

Parc de l’Orangerie Der 26 Hektar große Parc de l‘Orangerie wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Nordosten der Stadt angelegt. Den Namen verdankt der Park den Orangenbäumen, die der Stadt von Republikanern zum Geschenk gemacht worden waren, nachdem sie sie während der französischen Revolution aus dem Garten von Schloss Bouxwiller entwendet hatten. Der Park ist bis heute der ideale Ort für einen entspannten Spaziergang. Im Park befindet sich ein Zoo, eine Bowlingbahn, Spielplätze, Pétanque-Bahnen und Sportplätze sowie das Sternerestaurant Le Buerehiesel. Für romantische Ausfahrten auf dem kleinen See kann man Ruderboote mieten. Am besten buchen Sie gleich eine Unterkunft nahe dem Parc de l‘Orangerie.

Das Europäische Parlament

Es liegt unscheinbar eingebettet in ein Viertel mit kleinen Häuschen.

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