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Rumänien

Ethnographisches Museum Cluj-Napoca (Klausenburg)

Ein anstrengender Tag ist heute zu Ende gegangen. Jetzt stehe ich am Straßenrand direkt neben einem Friedhof und hoffe auf eine ruhe Nacht. Obwohl kleine Nebenstraße und Baustelle, ist immer noch ordentlich Verkehr.
Aber der Reihe nach. Heute Morgen hat mich dann doch der Schnee überrascht. Den Hunden hat’s gefallen und wir konnten sogar etwas draußen spielen, was bei dem Gatsch gestern kaum möglich war.


Dann ging’s erstmals nach Klausenburg. Ich staue mich durch die Stadt und erreiche meinen ausgewählten Parkplatz auf einer Anhöhe. Die Hunde lasse ich im Auto und ich mache mich die 25 Minuten zu Fuß in die Stadt. Ein kurzer Rundgang. Eine nette offene Stadt. Auch hier findet man wieder kreative Gastgartenlösungen.

Mein Ziel ist jedoch das Ethnographische Museum. Ich bin die einzige Besucherin. Es werden verschiedene Werkzeuge zum Jagen, Fischen und für die Landwirtschaft gezeigt.
Besonders interessant fand ich die Trachten. Herrliche bunte bestickte Kleider und Westen, auch Ledermäntel die feinst bestickt wurden. Spannend fand ich, dass Männer auch weite Röcke und Kleider trugen.

Nachdem ich mich den Berg wieder raufgeschnauft hatte, hab’s noch einen kurzen Spaziergang mit den Hunden im Schneesturm.


Meine Plan war eigentlich noch ganz in den Norden zu kommen, aber leider habe ich die Strassenverhältnissen in Rumänien unterschätzt. Eine Straße war wegen der winterlichen Verhältnisse gesperrt und obwohl einige Einheimische gedeutet hatten ich könne weiterfahren, habe ich letztendlich umgedreht und bin eine Stunde wieder zurückgefahren. Es wäre trotz meines winterlichen Fahrsicherheitstrainings unverantwortlich gewesen. Ich denke diese Straße wäre sogar im Sommer grenzwertig.
Nachdem sich mein Ziel durch die 2 Stunden Zeitverlust nicht mehr erreichen lässt möchte ich einen Übernachtungssplatz bei einer Kirche vor Beia Mare ansteuern. Tja uns auch das wird eine Odyssee. Über gefühlt 1000 Baustellen gerumpelt, durch engste Wege durchgequetscht, musste ich mehrmals meinem Bus in diesen engen Wegen wenden. Im Sommer wären diese Zufahrten vielleicht möglich. Aber jetzt ? Steil, schlammig und eng und kurz vorm finster werden. Ich gebe auf. Ich bin müde und ich fahre nicht gerne bei diesen Straßenverhältnissen im Finstern. Kurzerhand parke ich meine Bus am Straßenrand. Da ist eine kleine Parkbucht direkt neben einem kleinen Friedhof.
Es ist einfach schön wenn man sich in so einer unwirtlichen Situation in sein gemütliches Schneckenhaus zurückziehen kann.


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