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Kroatien

Kap Kamenjak

Die Nacht war abenteuerlich in meinem schief stehendem Bus. Also nehme ich heute die Aufforderung von Aimy zum Aufstehen gerne an und krieche um 7 Uhr aus den Federn. Als erstes springe ich gleich mal ins Meer, dann Gebäck einkaufen und Frühstücken. Langsam ziehen am Himmel dünne Wolken auf. Das ist ideal für meinen geplanten Radausflug zum Kap Kamenjak. Es soll ein schöner Nationalpark sein. Hunde in den Hänger und los gehts. Die Strecke ist grenzwertig für mein kleines Klapp-E bike. Trotz elektrischer Unterstützung komme ich an meine Grenzen mit dem Hänger dran. Zwischen 50-60 kg wird meine Hängerlast schon wiegen. Autos müssen Maut zahlen wenn sie in den Nationalpark wollen und leider wollen das viele. Räder sind eher selten unterwegs. Also radle ich eine staubige Piste entlang. Jedes Auto das mich überholt hüllt mich in eine Staubwolke ein. Auch die Pflanzen rechts und links sind weiß vom Staub. Irgendwie fühle ich mich in einer Schottergrube. Beidseits gehen immer wieder Wege ab die zu verschiedenen Buchten führen. Überall stehen Autos. Irgendwie so gar nicht das Image eines Nationalparks ausstrahlend. Für abenteuerlustige Offroad oder Quartfahrer (kann man ausleihen) sicher eine nette Spielwiese. Aber es passt nicht zur Werbung eines Naturparadieses. Ich möchte an den Spitz runter, mein Ziel ist die legendäre Safari Bar. Dort in der Nähe versuchen sich auch viele Mutige im Klippenspringen. Die Bar ist wirklich sehr speziell. Auch der Strand ist nett. Ich denke das ganze Gebiet wirkt mit weniger Touristen ganz anders. In der Hauptsaison ist es für mich etwas befremdlich. Vielleicht komme ich mal im Herbst-Winter wieder. 

Auch zum Baden bin ich nicht wirklich motiviert. Dafür mache ich eine kleine Fotosession mit den Hundi’s. 

Zurück lasse ich Aimy etwas neben dem Rad laufen. Trotz etwas bedecktem Himmel ist es heiss. Und später ist sie ganz froh wieder in den Hänger zu Shila klettern zu dürfen. 

Den Nachmittag verbringe ich mit Baden, lesen in der Hängematte und kochen. Dies gestaltet sich auch etwas abenteuerlich da ja das Auto schief und damit Tisch und Herd ebenfalls schief stehen. Abends, während ich diesen Blog schreibe muss noch eine Flasche Wein geöffnet werden. Denn auch die nächste Nacht wird kein Honigschlecken mit meinem schiefen Bett. 

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