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Assisi

Am Nachmittag komme ich in Assisi an. Der empfohlene Stellplatz ist voll laut der Dame bei der Anmeldung obwohl er halb leer erscheint. Komisch??? Dann eine weitere Empfehlung. Der Campingplatz Fontemaggio. Hier werde ich freundlich empfangen. Der Platz ist sehr friedlich und urwüchsig.
Als ich einen Platz gefunden und mich eingerichtet habe fängt mein deutscher Campingnachbar wegen der Hunde zu zicken an. Sie sind an der Leine und bellen nicht. Seine Frau wurde mal von einem Hund gebissen erklärt er. Ich versichere ihm dass meine nicht beißen und an der Leine sind. Ha aber ein Hund erreicht noch 10 cm desWeges. Theoretisch. Puh 😅 ich musste ihm dann schon mal erklären, dass ich auch schon oft sexuell belästigt wurde (ja auch als Kind) und deshalb keinen hysterischen Anfall bekomme wenn ich einen Mann sehe. Ich parkiere dennoch um, dass er meine Hundi’s nicht mehr sehen muss. Und das in der Stadt des Schutzpatrons der Tiere. 😊

Der Campingplatz

Dann machen wir uns auf den Weg. Vom Camping geht ein netter Fußweg durch den Wald 15 min zum Stadttor. Dann schlendern wir durch die wunderbaren Gässchen bergab zur Franziskuskirche und kommen pünktlich zum Sonnenuntergang dort an. Ein Musiker singt, die Stimmung ist bezaubernd und entspannt. Ich muss sagen ich habe eine neue Lieblingsstadt.

Am nächsten Tag machen wir noch einen Morgenspaziergang mit herrlichem Blick ins Tal. Der Campingplatz liegt wunderschön.


Dann darf Shila im Bus relaxen und Aimy und ich machen uns für eine ausführlichere Erkundung von Assisi auf den Weg. Wir erklimmen die Festung Rocca minore. Beeindruckend. Und natürlich kann ich mir heute die Kirche von innen ansehen. Sie besteht aus einer Unter-und Ober Kirche. Das habe ich zum ersten Mal so gesehen. Besonders die Unterkirche ist mystisch.

Assisi [asˈsiːzi] ist eine Stadt mit 28.391 Einwohnern in Umbrien. Sie ist Geburtsort des Hl. Franz von Assisi (auch Hl. Franziskus), des Gründers der Minderen Brüder (heute: Franziskaner oder Minoriten), und der Hl. Klara, der Gründerin des Klarissenordens. Das mittelalterliche Stadtbild mit Stadtmauer und Festungsruine Rocca Maggiore ist noch gut erhalten und wurde im Jahr 2000 zum Weltkulturerbeder UNESCO ernannt. Assisi wurde von den Römern im Jahr 399 v. Chr. kolonisiert und terrassenförmig auf einem Felsrücken an der Westseite des Monte Subasioausgebaut. 328 wurde der Ort vom heutigen Schutzpatron Rufino di Assisi (San Rufino) christianisiert

Dass Assisi im Jahr 1944 vor Kampfhandlungen und damit möglicherweise vor der Zerstörung gerettet wurde, verdankt die Stadt dem damaligen Kommandanten der deutschen Besatzungstruppen, Oberst Valentin Müller, der unter anderem bei dem deutschen Befehlshaber in Italien, Generalfeldmarschall Albert Kesselring die Erklärung von Assisi zur unverteidigten, offenen Lazarettstadt erwirken konnte. Zur gleichen Zeit organisierten der Bischof Giuseppe Placido Nicolini und der Franziskaner Rufino Niccacci mit Helfern aus der katholischen Kirche, dass politisch und rassistisch Verfolgte, darunter viele Juden, in Klöstern und anderen Gebäuden der Kirche versteckt wurden.

Die Basilika San Francesco ist eine Basilika in Assisi, Italien.[1] Sie ist die Grablegungskirche des heiligen Franziskus von Assisi. Die Basilika ist in Ober- und Unterkirche mit bedeutenden Malereien des Spätmittelalters, unter anderem des Giotto di Bondone, geschmückt.

Franz von Assisi (auch Franziskus 

1181 oder 1182 als  Giovanni di Pietro di Bernardone; † 3. Oktober 1226 war der Begründer des Ordens der Minderbrüder Franziskaner und Mitbegründer der Klarissen. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt.

Seine Eltern waren der wohlhabende Tuchhändler Pietro di Bernardone und dessen Frau Giovanna Eigentlich auf den Namen Giovanni (deutsch: Johannes) getauft, gab ihm sein Vater – der sich zum Zeitpunkt der Geburt auf einer Handelsreise in Frankreich befunden hatte – nach seiner Rückkehr den Rufnamen Francesco („kleiner Franzose“). 

Franziskus erhielt eine gute Ausbildung, offenbar weil sein Vater wünschte, dass er als Kaufmann Lesen, Schreiben und Rechnen beherrschen müsse. Mit vierzehn Jahren wurde Franziskus der Zeit entsprechend volljährig und trat in das Unternehmen seines Vaters als Kaufmann ein. In dieser Funktion war er durchaus erfolgreich und leistete es sich, entsprechend großzügig mit dem Erwerb umzugehen. Beschrieben ist ein ausschweifender Lebenswandel des Franziskus, der mit dem Geld seines Vaters seine Altersgenossen bei Festen freihielt und der solchermaßen oft der Mittelpunkt jugendlicher Feiern war. 

Im November 1202 zog Franziskus mit Assisi in einen Krieg gegen die Nachbarstadt Perugia. Wie andere Kämpfer aus Assisi wurde er daraufhin in Perugia eingekerkert und kam erst Anfang 1204 nach mehr als einem Jahr gegen eine Lösegeldzahlung seines Vaters wieder frei. Sein Jugendtraum, Ritter zu werden, und sein unbekümmertes Leben waren durch das Erleben des Krieges in Frage gestellt worden. 

Als Walter III. von Brienne, ein Lehnsmann des Papstes,1204 oder 1205 einen Kriegszug nach Apulien in Süditalien vorbereitete, um dort für den Papst die Herrschaft gegen die Staufer wiederzugewinnen, machte Franziskus sich mit Pferd und Rüstung auf den Weg nach Apulien, um sich dem papsttreuen Ritter anzuschließen, kehrte aber noch auf dem Weg dorthin um. Die Legenden erklärten seine Umkehr damit, dass Franziskus sich leicht erkrankt niederlegte und von Gott im Traum aufgerufen worden sei, sich statt in den Dienst eines weltlichen Ritters in den Dienst Gottes zu stellen; so träumte er laut der Dreigefährtenlegende, dass er wie folgt angesprochen worden sei:

„Wer kann dir Besseres geben? Der Herr oder der Knecht?“

Franz antwortete: „Der Herr!“

Darauf die Stimme: „Warum dienst du dem Knecht statt dem Herrn?“

Franz: „Was willst du Herr, das ich tun soll?“

Der Herr: „Kehre zurück in deine Heimat, denn ich will dein Gesicht in geistlicher Weise erfüllen.“

Franziskus zog sich in der folgenden Zeit zunehmend aus seinem Freundeskreis zurück und suchte die Einsamkeit. 1205 oder 1206 unternahm er eine Wallfahrt nach Rom, auf der er der Legende nach mit einem Bettler die Kleidung tauschte, um das Leben in vollkommener Armut „auszuprobieren“. Sein Verhalten brachte ihn in Konflikt mit seinem Vater, der mit seinem ältesten Sohn große Pläne hatte und es nicht duldete, dass er Waren aus seinem Geschäft als Almosen verschenkte.

Beim Gebet in San Damiano, etwa im Sommer 1206, sprach der Überlieferung zufolge Christi Stimme vom Kreuz von San Damiano zu Franziskus:

„Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät.“

Auf diese Vision hin erbettelte er Baumaterial und begann nach Aussage seiner Biographen die kleine romanische Kirche eigenhändig wiederherzustellen. 

Für wohltätige Zwecke und für seine baulichen Wiederherstellungsarbeiten an San Damiano nahm Franz Waren und Geld aus dem Geschäft seiner Eltern. Dies führte zu Streit mit seinem Vater, der schließlich vor dem Richterstuhl einen Prozess gegen seinen Sohn führte. In dieser Gerichtsverhandlung, die im Frühjahr 1207 öffentlich auf dem Domplatz stattfand, entkleidete sich Franziskus vollständig, verzichtete mit dieser Geste auf sein Erbe und sagte sich von seinem Vater los. 

Danach begann Franziskus, außerhalb der Stadtmauern als Einsiedler zu leben. Er ging um Essen bettelnd von Haus zu Haus.. Er pflegte nach eigenen Angaben die Aussätzigen, die außerhalb der Stadtmauern leben mussten. 

Als Franziskus 1208 hörte er in einer Messe den Text 

„[…] Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel! Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert.

Ausgehend vom Evangelium kleidete sich Franziskus von nun an in eine einfache Kutte, die mit einem Strick gehalten wurde, lehnte den Besitz und sogar den Kontakt mit Geld strikt ab und ging nach Möglichkeit barfuß.

Durch diese Predigten und seine extreme Lebensweise stieß er bei vielen Menschen auf Spott und Ablehnung, doch etliche andere zog sein Beispiel an, so dass sich ihm im Laufe der Zeit viele Brüder anschlossen.

Schutzheiliger der Tiere und des Naturschutzes 

Durch sein asketisches Naheverhältnis zur Natur wurde er zum Patron der Tiere. Die Vögel verstanden ihn angeblich, wenn er zu ihnen sprach, selbst “Bruder Wolf” wurde in seiner Gegenwart zahm. Seine Botschaft war eindeutig, in Zeiten, als Tierhetzen zur Belustigung des Volkes aber noch gang und gäbe waren, aber auch revolutionär: “Ein jedes Lebewesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz.”

In den Alverner Bergen bei Arezzo verfaßte Francesco seinen berühmten Gesang von “Schwester Sonne” und” Bruder Mond”, ein Lob der Einheit von Mensch, Tier, Natur und Umwelt. Am 3. Oktober 1226 verstarb der Bettelmönch nach langem Leiden in seiner Heimatstadt. Bereits zwei Jahre später folgte die Heiligsprechung. Im November 1979 wurde er durch eine Bulle von Papst Johannes Paul II. zum “himmlischen Patron des Natur- und Umweltschutzes” erklärt.

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