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Konstanz

Das wunderbare Linedance Festival führt mich im Herbst nach Konstanz. Ich fahre mit Rosemarie und diesmal ausnahmsweise nicht mit dem womo. Wir haben ein Zimmer im Centro gebucht. Das liegt nur 4 min zu Fuß vom Konzil weg, wo das Festival stattfindet. So kann ich immer wieder zwischendurch etwas mit den Hunden machen. 

Das Festivals ist toll. Viele Bekannte getroffen, miteinander getanzt und einige neue Tänze gelernt. Sogar ein Auftritt mit Mario war dabei. 

Rundum das Festival und die Tage danach erkunden wir Konstanz. 

Wir treffen Joachim um im Elefantenhervorragend Vietnamesisch essen zu gehen. Er inszeniert gerade hier am Stadttheater die 39 Stufen. 

Wir frühstücken im Pane und im Voglhaus. Ein nettes Lokal mit einem ganz besonders gestaltetem Klo. Ein Sichtfenster welches sich bei Verriegelung in ein Milchglas verwandelt und ein beleuchteter Spülkasten. Auch das Frühstück ist delikat. 

Konstanz besticht auch durch seine wunderbaren bunten Haus Fassaden, durch die mittelalterlichen Gässchen und due vielen kleinen Läden. Hier ist noch nicht alles von den großen Ketten aufgekauft. Deshalb musste  natürlich auch ein wenig flaniert werden. 

In Konstanz kommt man auch nicht an Peter Lenk vorbei. Ein kritischer Geist, der die Konstanzer Bürger mit zwei Skulpturen verstört hat. Beide sind mittlerweile Wahrzeichen von Konstanz geworden. 

Der Triumphbogen 

  • Er wurde 1992 auf dem Mittelstreifen der Hauptdurchgangsstraße „Untere Laube“ errichtet, der zu dieser Zeit sehr verkehrsreichen, wichtigsten Transitstrecke in die Schweiz. Der Brunnen persifliert das Verkehrsgeschehen.Die plastischen loo Applikationen auf den Pfeilern des Bogens und auf den Brunnenrändern und die badenden Figuren im Brunnen selbst stellen – mit reichlich Zitaten aus der Kunstgeschichte – über 30 unterschiedliche Verkehrsteilnehmer quer durch die Geschichte dar: vom Verkehrsrowdy über Putten mit Gasmasken, Bischöfen, einer nackten Schönen, die von männlichen Erdferkeln angeschmachtet wird, bis zu mittelalterlichen Wagenlenkern oder einer päpstlichen Kutsche, die ihren neuzeitlichen Gegenpart in einem Papamobil findet.

Die Imperia

  • Die Imperia ist eine Statue im Hafen von Konstanz am Bodensee, entworfen und ausgeführt von Peter Lenk. Die 1993 aufgestellte Figur ist aus Beton gegossen, neun Meter hoch, 18 Tonnen schwer und dreht sich mit Hilfe eines Rundtischesinnerhalb von vier Minuten einmal um die eigene Achse. In ihrem Sockel ist eine Pegelmessstation integriert, die von einem begehbaren Steg umgeben ist. Die Statue der Imperia erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Sie zeigt eine üppige Kurtisane, der ein tiefes Dekolleté und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird, eindeutige erotische Ausstrahlung verleihen. Auf ihren erhobenen Händen trägt sie zwei zwergenhafte nackte Männlein. Der Mann in ihrer rechten Hand trägt auf seinem Haupt die Krone eines Königs und hält einen Reichsapfel in der Hand; die Figur in ihrer Linken trägt eine päpstliche Tiara und sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen. Es ist nicht eindeutig, ob die Figuren Porträts von den Machthabern zur Zeit des Konstanzer Konzils, Kaiser Sigismund und Papst Martin V., darstellen, oder ob sie allgemein als Personifikationen die weltliche und die geistliche Macht repräsentieren sollen. Der Künstler selbst sieht sie als nackte Gaukler, die sich die Insignien der Macht widerrechtlich aufgesetzt haben.

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