Heute ging es für uns weiter hinauf auf das Cap Corse. Schon die Fahrt entlang der Küste war ein Erlebnis – immer wieder öffnen sich wunderschöne Ausblicke aufs Meer und auf die kleinen Orte, die sich zwischen Küste und Bergen verstecken.
Einen ersten längeren Stopp legten wir in Erbalunga ein. Gerade fand dort ein kleiner Markt statt, also schlenderten wir zunächst durch die Marktstände und anschließend durch die engen Gassen des hübschen ehemaligen Fischerdorfes und entlang des kleinen Hafens.








Danach ging es weiter nach Norden zum Camping de la Plage U Stazzu bei Macinaggio. Ein einfacher, sehr naturnaher Campingplatz zwischen Steineichen und Olivenbäumen, nur wenige Gehminuten vom Meer entfernt. Genau das Richtige, wenn man Ruhe und Natur sucht.




Heute stand dann Wandern auf dem Programm. Direkt beim Campingplatz beginnt der Sentier des Douaniers – der alte Zöllnerpfad, der immer entlang der Küste und teilweise über die Klippen rund um die Nordspitze des Cap Corse führt. Der gesamte Weg führt von Macinaggio bis Centuri und ist rund 19 km lang; dafür sollte man etwa acht Stunden einplanen. Allein die Etappe von Macinaggio bis Barcaggio dauert etwa 3–3½ Stunden.







Ich wanderte zunächst zum wunderschönen Plage de Tamarone. Natürlich musste ich dort auch kurz ins Wasser und die Schnorchelmaske ausprobieren. Das Wasser war herrlich klar, unter Wasser war heute allerdings nicht allzu viel los – ein paar Fische, aber kein Vergleich zu einem richtigen Schnorchelparadies.
Danach ging es auf dem Küstenweg weiter zur Tour de Santa Maria. Der Genueserturm wurde Ende der 1540er-Jahre errichtet und sollte die Küste vor Angriffen der Barbaresken schützen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde er von britischen Kriegsschiffen schwer beschädigt. Seine markante Ruine steht heute direkt am Meer und ist eines der schönsten Fotomotive auf diesem Abschnitt des Zöllnerpfades. Vom Plage de Tamarone sind es entlang der Küste ungefähr 45 Minuten bis zum Turm.



Ein wunderschöner Wandertag – wilde Küste, türkisblaues Meer, Macchia und immer wieder traumhafte Ausblicke.


