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Italien

Bergamo und Lago d‘ Iseo

Nach einem Bad bei herrlichen Sonnenaufgang beschließe ich weiterzufahren. Ich möchte den Como See umrunden. Ein paar km weiter mache ich einen Zwischenstopp um mir eine sehr schöne romanische Kirche mit alten Fresken anzusehen und entdecke einen schönen Freistehplatz fürs nächste Mal.

Die Ostseite des Como Sees finde ich jetzt nicht so schön und meine Idee in Lecce einen Stop einzulegen scheitert am fehlenden Parkplatz. An einem Sonntag Vormittag ist hier die Hölle los. Dann weiter nach Bergamo. Der im Reiseführer empfohlene City Stellplatz möchte wenn man in der Mittagszeit ankommt vorher angerufen werden. Auf meine freundliche Frage ob noch was frei ist kommt ein barsches „no“. Ich frage nach ob sie voll sind, wieder ein kurzes „yes“ und es wird aufgelegt. Ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber was soll’s. Es ist Sonntag, vielleicht habe ich Glück mit einem normalen Parkplatz. Dann fahre ich anschließe wieder irgendwohin wo es schön und ruhig ist. Die Stadtcampingplätze sind meist (es gibt Ausnahmen) ohnehin eng, laut und ungemütlich. Also nähere ich mich der Altstadt und wirklich, in einer schmalen Seitenstraße finde ich einen Parkplatz. Von dort muss man dann ordentlich steil bergauf in die Oberstadt zu Fuß laufen. Das ist für Shila anstrengend aber mit genug (Trink) Pausen schaffen wir es ganz gut. In der Altstadt wurdelt es vor lauter Menschen aber es ist eine entspannte Stimmung.

Auffällig ist dass fast 80% der Menschen freiwillig auch im Freien eine Maske tragen. Vorschrift ist es nicht aber ich denke es steckt ihnen die vergangene Coronazeit noch ziemlich in den Knochen. Dennoch ist die Stimmung gut. Das liebe ich an den Italienern. Sie jammern nicht, akzeptieren das Unausweichliche, und genießen das Leben trotz aller Widrigkeiten.

Zum Anschluss kaufe ich mir noch eine sündig süßes traditionelles Gebäck aus Bergamo. Es wird mit Maismehl gemacht und schmeckt sensationell gut.

Als ich zum Auto zurückkomme sehe ich das ich nach guter alter italienischer Tradition eingeparkt bin. Vorne und hinten vielleicht 20 cm Platz. Kurze Panik, tief durchatmen und ich bin selbst erstaunt 😮 ich schaffe es hinaus 👍.
Meine Fahrt geht weiter an den Lago d‘Iseo. Der Camping Velo soll klein und der Betreiber nett sein. Und es stimmt ich werde herzlich empfangen und eingewiesen. Er meint ich könne mich später an den Platz direkt am See stellen. Ich müsste nur warten bis das womo wegfährt. Die Wartezeit überbrücke ich mit einem Kaffee direkt am Wasser und beginne mit Michael zu plaudern. Er ist mit seinem ausgebauten Jeep auch alleine unterwegs und hat sein Paddelboot dabei. Mit diesem hat er heute schon alles drei Inseln umrundet. Es ist wirklich selten dass man auf einen Menschen trifft mit dem man doch viele Ansichten, Ideen und Träume gemeinsam teilt und so wird es noch ein wunderschöner gemeinsamer interessanter Abend am Seeufer bei einer Flasche Wein 🍷.

Der Morgen beginnt wie immer wenn es möglich ist mit einem Sprung in den See. Das Wetter ist nicht so toll hier zum Baden und man kann ohne Auto auch nicht viel machen. Beim Frühstück entscheide ich nach Cremona zu fahren.

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