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Spanien

Sevilla

Heute gehts zurück nach Sevilla. Durch den Nationalpark gibt es keine Verbindung. Also entscheide ich mich doch noch einen Blick in die Stadt zu werden. 

Ich fahre nach Gelves und parke mein Auto auf dem dortigen Hafen-Stellplatz. 18 Euro mit Strom. Super angenehme Atmosphäre. Nette Begrüßung.

Man kann von hier den Bus nehmen um nach Sevilla zu kommen. Ich entscheide mich fürs Rad. 10 km – ca. 30 min. auf gut ausgebauten Radwegen. Die zwar manchmal plötzlich verschwinden, aber irgendwie findet man sich gut durch. Ich habe am Vortrag Karten für die Kathedrale und den Alcazar im Internet gekauft, da ich Schlange stehen hasse. Damit habe ich ein (entspanntes) Zeitkorsett. Wäre aber im Moment nicht wirklich nötig gewesen. Dennoch ist es sehr komfortabel. 


Die Kathedrale erzeugt leider nicht den WOW Effekt wie in Córdoba. Dennoch natürlich sehenswert. Riesig und ein unglaublicher Prunk.

Ich winde mich natürlich auch die Giralda hinauf. Von oben hat man einen unglaublichen Ausblick auf Sevilla.

Die Kathedrale von Sevilla 

Sie ist die größte gotische Kirche Spaniens und eine der größten Kirchen der Welt. Sie wurde 1401–1519 erbaut. 

In der Kathedrale befindet sich auch das 1902 errichtete Grabmal für Christoph Kolumbus. Der Verbleib seiner Gebeine war nach mehrmaligen Atlantiküberquerungen ungewiss. Die vier Sargträger verkörpern die Königreiche KastilienLeónAragón und Navarra. Dies ist eine Symbolik dafür, dass auch die sterblichen Überreste von Kolumbus „gereist“ sind. Nach seinem Tod in Valladolid im Jahre 1506 wurde er einige Jahre später nach Sevilla gebracht, 1596 dann nach Santo Domingo überführt. Als 1795 die Franzosen dorthin kamen, wollte man ihnen Kolumbus nicht überlassen, und brachte die Überreste nach Havanna. 1898 wurden die Überreste wiederum nach Sevilla verschifft. 2006 führten spanische Wissenschaftler einen DNA-Abgleich mit den Überresten aus dem Sarkophag und Überresten von Kolumbus’ Bruder und seinem Sohn Fernando Kolumbusdurch und bestätigten seine Identität

Das Minarett der alten maurischen Moschee, heute Turm der Kathedrale, Giralda genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist der Rest der einstigen Moschee aus dem Jahr 1184 und war damals eines der höchsten Bauwerke der Welt (nur von den zwei größten der drei Pyramiden in Gizeh(Ägypten) übertroffen).

Außergewöhnlich ist, dass dieser Turm bis zur Höhe des Glockenstuhles, d. h. bis zu der Galerie auf ca. 70 m Höhe, zu Pferde bestiegen werden kann. Statt Treppen legten die Baumeister eine ca. 2,50 m breite Rampe an, deren Deckenhöhe einen Aufstieg zu Pferd ermöglicht. Durch diese Rampe (anstelle von Treppen) konnten wichtige Nachrichten rasch verkündet werden.

Der Alxazar liegt gleich gegenüber. Dazwischen muss ich mich mit einem Eis stärken. Und ein Jauserl habe ich aus der Bäckerei auch im Rucksack. Beim Eingang wird dieser geröntgt. Weder mein Rad-Akku noch mein Pfefferspray erregen die Aufmerksamkeit der Security. 🙈

Der Palast ist toll, Due Gärten prächtig. Ich finde ein Banketl in der Sonne und packe mein Jauserl aus um dem Videokonzert zu lauschen. Innerhalb kürzester Zeit bin ich von Pfauen umringt die meine Brösel aufpicken.

Der Alcázar von Sevilla ist der mittelalterliche Königspalast von Sevilla. Die Anlage hat eine lange, bis in maurische Zeit zurückreichende Baugeschichte und wird bis heute von der spanischen Königsfamilie als offizielle Residenz genutzt, wenn sich diese in Sevilla aufhält. Der Alcázar wurde ursprünglich als maurisches Fort angelegt, später erweiterte man die Anlage mehrfach bis hin zum Palast.

Die Gartenanlagen des Alcázar gehen zurück auf Gestaltungen zur Zeit Karl V. Sie nahmen ursprünglich eine größere Fläche ein als heute. Mehrere Entwicklungsphasen können abgegrenzt werden. Die kleinteilige Gliederung ergibt sich durch Mauern, die Schutz gegen heiße Winde gewähren. Zahlreiche Bauwerke und Statuen schmücken die Gärten, darunter der auf ein maurisches Bauwerk zurückgehende Pavillon Karl V.Der heutige Irrgarten stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Die Gärten des Palastes werden u. a. als Drehort für die Wassergärten von Dorne in der Fernseh-Serie Game of Thrones genutzt.

Dann radle ich wieder gemütlich zurück. Der Weg führt mich durch Einkaufszentren und dort hat es auch eine Tierhandlung. Ich kann endlich eine neue Wasserschüssel kaufen. Die letzte habe ich irrtümlich plattgefahren. 🙈 und natürlich hochwertiges Hundefutter.

Eine Antwort auf „Sevilla“

Ich möchte mich wieder einmal ganz herzlich für die vielen Infos und Geschichten, sowie deren Hintergründe bedanken! Ich freue mich auf die kommenden Berichte, herzliche Grüße Karin

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